Hin und her und vor und zurück

Reisen in Begleitung ist viel schöner als alleine reisen! Ich freu mich immer, wenn ich Leute kennenlerne oder „alte Bekannte“ wieder treffe. In Flores hab´ ich schon haufenweise Leute von Caye Caulker wiedergetroffen, das fand ich gut.
Als ich in Flores bin, schreibt Jamie dass er auf Útila (Bay Islands) angekommen ist. Also werf ich spontan alle Pläne über den Haufen und fahre nach Útila. Das hört sich jetzt einfach an, aber die Route geht so: Von Flores mit dem Taxi zur Central Bus Station in Santa Elena, mit dem Chicken Bus nach Morales, mit einem angeblichen 1 Class Bus nach San Pedro Sula in Honduras. Dort große Erleichterung, dass ich dem Fahrplan NICHT getraut habe und NICHT den Anschlussbus gebucht habe – den hätt ich nämlich um mehr als 1 Stunde verpasst. Also 2 Stunden warten und dann mit einem RICHTIGEN 1 Class Bus (I LOVE Hedman Alas!!!) nach La Ceiba. Das Hostel das ich dort gebucht habe gibt es nicht. Die Suche kostet mich und zwei entnervte Taxifahrer einiges an Nerven. Notgedrungen steige ich im „Banana Republic“ ab. Dort sitzt im Garten ein dünnes Männlein über seinem Reiseführer. Renato aus der Schweiz, 53 und zeitlebens Langzeitreisender. Wir gehen auf der Straße essen (großartige Beleadas) und er erzählt, erzählt, erzählt.
Am nächsten Morgen wache ich auch ohne Wecker (Handy kaputt) um 6 Uhr auf, nehme eine schöne kalte Dusche (hab ich mich aber schon dran gewöhnt nach 3 Wochen NUR kaltem Wasser) und mach mich fertig für die Fähre um 9.30 Uhr. Renato beschließt, mich nach Útila zu begleiten.
Abends veranstaltet eine der Tauchschulen ein BBQ als Geburtstagsparty für eine der Tauchlehrerinnen. Jamie beschließt, seinen Flug am nächsten Morgen verfallen zu lassen und stattdessen Mittwoch die Fähre zu nehmen. Wir stoßen mit lauwarmem Rum-Fresca an auf 17 Stunden Busfahrt und 70 in den Sand gesetzte Dollar. Pläne ändern ist schön! 🙂

Útila gefällt mir nicht besonders, also fahre ich Mittwoch auch wieder auf´s Festland, wo ich mich dann kurzerhand entschließe, Jamie noch nach Tegucigalpa zu begleiten. Die Stadt ist echt cool. Pläne ändern ist schön! 🙂

Als ich wieder allein bin, sitz ich an der Busstation und will eigentlich nach Copán. Lilia hat mir geschrieben, dass sie in Flores ist, warum ich denn bitteschön Guatemala so schnell verlassen hätte und ich soll doch gefälligst zurück kommen. Ja, gute Idee. Aber der Bus nach Copán kommt um 3 Uhr nachts dort an. Da hab´ ich ja GAR keine Lust zu!! Also schnell Pläne ändern. Ich sitze jetzt in San Pedro Sula (da war ich doch schon mal…) und überleg mir gleich, wo ich als nächstes hinfahre. Pläne ändern is schon auch anstrengend!

2 Responses to “Hin und her und vor und zurück”

  1. lucke99 sagt:

    Hey Tina,

    schön mal wieder was von dir zu lesen 🙂
    Wünschen dir ganz viel Spaß und denk dran… in Germany verpasst du nix 🙂

    Gute Reise

    lucke99

  2. Jens sagt:

    Wer sagt, dass das Leben ein Ponyhof ist! Pläne ändern sich!!

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